June 29th, 2007
So, das polnische Abenteuer ist nun endgültig beendet und Bärnie ist wieder heil in Dresden angekommen. Zusammenfassend: Es war wirklich knüppelhart, aber ich bereue nichts.
Damit wird das Blog denn aber auch geschlossen, meine Gedanken zum Stand der Dinge kann ich ja nun wieder persönlich an den Kneiptentischen der Nation verbreiten. Danke für’s Lesen, Kommentieren oder Sein-Lassen und Do widzenia.
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June 22nd, 2007
Ich glaub’s ja nicht. Da macht man sorglos das Fenster auf, um dem Nachmieter eine Chance zu geben, das Zimmer morgen ohne Schutzanzug übernehmen zu können und plötzlich fliegen da verdammt bekannte Offbeats herein. Keine fünfhundert Meter vor meinem Fenster gibt Yellow Umbrella grad ein OffeneLuft-Konzert! Zufälle gibbet …
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June 21st, 2007
So langsam zeigt das hier Auflösungserscheinungen, einer nach dem anderen flieht zurück ins jeweilige Heimatland. Das hat natürlich zahlreiche Abschlussbesprechungen zur Folge und die fatalste derer war, wie sollte es anders sein, Tadejs, zu der sich eine wirklich stattliche Anzahl von Leuten eingefunden hatte. Diese Meute, gepaart mit dem Wissen, dass eventuelle Beschwerden von Nachbarn keinerlei Konsequenzen haben würden und einem gut gefüllten Gabentisch (hier bereits leer), setzte einen würdigen Schlusspunkt unter ein denkwürdiges Semester.
Bei so einer Sause bleibt Kollateralschaden natürlich nicht aus und so zeigte der nächste Morgen denn auch ein Bild der Verwüstung, mit dem sich der Hausherr aber zum Glück alleine arrangieren musste.
Erstaunlicherweise war es gleichzeitig die erste Tadej-Fete, bei der mein güldenes Haupthaar nicht geschoren wurde, was aber keineswegs heißt, dass es diese Schweinepriester nicht wieder mit allen Mitteln versucht hätten!
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June 20th, 2007
… wer mit einem Erdrutschsieg zur neuen Mrs. Politechnika gewählt wurde.
(und wenig später als Mr. Wet T-Shirt im Amt bestätigt wurde)
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June 16th, 2007
Fast, Gelb. Das Gesicht wurde richtig interpretiert, das Vorhaben jedoch nicht ganz. In einer schwachen Minute am Anfang des Semesters hatte ich Tadej versprochen, dass wir hier in Warschau auf jeden Fall unser Karaoke-Debüt feiern und einen Bungee-Sprung machen werden. Letzten Dienstag halfen dann keine Ausflüchte mehr.
Per Münzwurf wurde entschieden, dass ich als Erster fällig sein würde. In 90 Metern Höhe, ich wartete auf irgendein Kommando, passierte dann fieserweise erstmal eine Minute lang gar nichts, was mir, direkt an der Kante des nun geöffneten Korbes stehend, nicht unbedingt Beruhigung verschaffte. Ich hab’ gezittert wie ein Zitteraal. Aber plötzlich brüllte die Tante von hinten los…
Nunja, dass das Gefühl schlicht krass ist, bedarf wohl keiner Erwähnung, aber ich kann’s einfach nicht besser beschreiben. Krasskrasskrass. Ich hatte für alle Eventualitäten sogar eine Ersatzhose eingepackt - die ich glücklicherweise nicht benötigte, aber da hat definitiv nicht viel gefehlt. Tadej hat’s dann trotz erheblicher Selbstzweifel (”Okay, I will try to be a man as best as I can”) auch tapfer durchgezogen und nebenbei noch den Preis für das beste Posing eingeheimst.
Fazit: Es gibt nichts Besseres gegen Rückenschmerzen. Aber ein Mal ist wohl genug.
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June 13th, 2007
Muss gerade wirklich lernen, deshalb erstmal nur so viel:
Was hat dieser offensichtlich verwirrte Mann vor?
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June 11th, 2007
Fazit vornweg: ich bedauere es zutiefst, nicht mit auf’s immergut gefahren zu sein. Die Aussicht, mir meinen lang gehegten Traum vom Surfen auf dem offenen Meer zu erfüllen, war zwar zu verlockend, aber nichtsdestotrotz trügerisch…
Hel, in einem Reiseführer stand ungerührt “… and the ships go to Hel” drin, ist eine lange Landzunge in der Nähe von Danzig, die mit dem Festland auf der einen Seite eine riesige, stehtiefe Lagune bildet. Auf der anderen Seite ist das offene Meer. Welches just zu diesem Zeitpunkt von irgendeiner Killerbakterie oder -alge heimgesucht wurde, weswegen Surfen auf dieser Seite absolut verboten war. Narf.
Na gut, das angebotene Surfmaterial war absolut top und das Wochenende hätte ja immer noch mit schönem Heizen in der Lagune gerettet werden können, was dann aber an totaler Ermangelung von Wind scheiterte. Das gesamte Wochenende. Und Stehsurfen kommt auf meiner Beliebtheitsskala ja kurz vor Rasenmähen - ich habe drei neue Wutpickel!!!
Was blieb, war der übliche Blödsinn mit Suff, Gitarre und Augenringen. Zur Abwechslung halt mit Sand in den Schuhen. Aber hey, das ist auch immer wieder lustig.
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May 31st, 2007
Hab’ jetzt erst die Fotos von dem Ausflug bekommen, deshalb hängt die Berichterstattung gerade etwas. Und ist auch generell dünner geworden, da ich keine Fotos mehr von wodkabewaffneten, in die Kamera grinsenden ERASMUS-Studenten in irgendeiner Küche sehen kann.
Der Juwenaliakater hatte jedenfalls keine Chance adäquat kuriert zu werden, denn gleich am Sonntag Morgen ging es auf einen Ganztagesausflug zum Paddeln auf Zegrze, einem künstlichen See in der Nähe Warschaus. Der im Übrigen mit dem Wasser der Weichsel aufgestaut wurde, pfui Echse!
Dort angekommen, hielt der meiste Teil der Crew erstmal bräsig den Bauch, respektive Hintern in die Sonne. Nur Tadej, Justas und ich ließen uns zwischendurch von Einheimischen im Beachvolleyball vernichten. Dieses allgemeine Faulenzen wurde erst durch die Auslosung der Teams für ein Wettrennen beendet, für dessen Gewinnerteam ein Sixpack ausgelobt wurde. Folgerichtig führten Adam und ich das Rennen auch die gesamte Zeit ungefährdet an. 100 m vor dem Ziel hatten wir über 100 m Vorsprung. Also warten, ist ja lustiger. Auf mein “Los!” geht’s dann weiter.
Als Pawel und Martyna auf gleicher Höhe waren, zog ich mit einem gerüttelt’ Maß an Körpereinsatz das Paddel durch und … hatte zwei Hälften in der Hand. Mit lautstarken Anfeuerungen in Richtung meines Vordermannes und einem 1/2-Paddelstil, den ich jetzt mal Panique à la Bärnie (es ging um Bier!) nennen möchte, konnten wir uns den Titel dann aber doch noch sichern. Den herausgebrochenen Teil des Paddels schenkte mir der Verleih als Andenken.
Den Abend gingen wir dann wieder deutlich gemütlicher an. Kasia hatte eine komplette Grillausrüstung an den See chauffiert, mit welcher ich Chefkoch spielen durfte (unvermeidlich gefolgt von frenetischen Lobeshymnen) und Pawel seine Klampfe, mit der ich den “Soundtrack zur Wurst” lieferte, zwecks erschwerter Verdauung. Braunstgebrannt, kaputtgespielt und zufrieden brachen wir gegen neun die Zelte ab reihten uns artig in den Rückkehrerstau ein.
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May 27th, 2007
Aus Dresden hier angekommen, ging’s sofort wieder los. Der Schlüssel zur Stadt wurde am Samstag symbolisch den Studenten übergeben, damit diese “Juwenalia” feiern dürfen, ein Studentenfest, das sämtliche sieben Unis der Stadt zusammen jährlich veranstalten. Dabei wird unter Anderem ein gesamter Park mit Buden und zwei Bühnen zugepflastert. In dem einen, jugendfreien, Teil stellen sich dabei sämtliche Studentenorganisationen und Fakultäten vor und ich wurde als Vorzeige-ERASMUS-Student mal wieder verpflichtet, in der ESN-Bude Leute von den Vorteilen eines Auslandsstudiums überzeugen.
Nach der Pflicht kommt dann bekanntlich die Kür, vulgo der nicht jugendfreie Amüsierbereich. Zur Erläuterung: das war ein bißchen fies für die U18-Fraktion, weil die ganzen spaßigen Attraktionen (Sumo, Human Kicker, aufblasbare Kletterwand, große Konzertbühne u.v.m.) dort aufgestellt waren und der einzige Grund für die Aussperrung die zahlreichen Bierzelte waren. Wir spielten u.a. eine sehr schöne Runde Menschliches Tischfußball, wobei ein gegnerischer Verteidiger schon in der ersten Minute nur haarscharf einem blauen Auge durch Amelias Schuhgeschoß entging. Sehr spaßig.
Hernach nahmen wir an einem Weltrekordversuch teil, bei dem mehr als 269 Leute in einen Bus gepackt werden sollten. Die angeheiterten Polen namen dabei sofort die Gelegenheit war, den Bus zu kentern, wobei sie ihr Auf- und Abgehopse mit polnischem Liedgut synchronisierten. Das Teil oszillierte zwar wirklich bedenklich, hielt aber stand, wonach sich die Besatzung enttäuscht auf Bus-Crowdsurfing verlegte.
Es wurde zwar leider nur ein polnischer Rekord (211 Leute), aber ein bißchen Stolz konnten wir trotzdem nicht verhehlen.
Den Rest des Abends gab es dann Konzerte auf der großen Bühne. Und Bier. Der Erholungseffekt meines Fronturlaubs war bereits fast kompensiert.
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May 21st, 2007
Okay, es war ja wieder lange Ruhe, da ich bekanntlich eine ganze Woche in Dresden rumgeeiert bin (und zum Faulenzen da war, was Nichtbloggen einschließt) und danach in Warschau gleich wieder so viel los war, dass ich zu nichts gekommen bin. Aber der Reihe nach.
Nach einer verregneten Besichtigung unserer Hauptstadt wurde zusammen mit ChristianNakataSuper-Emo das Kneipenviertel derselben begutachtet, allerdings, wie ich später spüren musste, nur um mich anschließend zu verführen. Am nächsten Morgen ging es mit einem geselchten Kater endlich heim, wobei mich Dresden im Elbepark mit einem spaßigen Scherz eines mir nicht bekannten Kinoplakataufhängers begrüßte. Anderthalb Stunden nach meiner Ankunft saß ich auf dem Bock in Richtung Hohnstein… und der tragischen Vollständigkeit halber: Gelb hat mich fürchterlich hergebrannt. Das gab’s dann aber abends gleich satt zurück, als ich die beiden Nulpen, Gelb und Fischi, im Skat mal wieder so richtig abgezogen habe. HAHA!
Den Rest in Kürze: Familienbesuche (+ 2 Kg), Motorradtour, Little Creatures und einen schicken Lagerfeuerabend bei Anne und Oli, reich an musikalischen Höhepunkten. Und dann war’s auch schon vorbei.
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